Erinnerungskultur

Freitag, 6. Februar 2026 - Beginn 19.30 Uhr

Gipsy Queen

Ali ist eine selbstbewusste Frau, die weiß, wie man kämpft. In ihrer Heimat war die „Gipsy Queen“ auf dem Weg zur Box-Weltmeisterin der Stolz der Roma-Gemeinschaft. Dann wurde sie unverheiratet schwanger und von ihrem Vater verstoßen. Allein hat sie sich bis nach Hamburg durchgeschlagen, versucht nun dort Fuß zu fassen. Mit aller Kraft will sie ihren inzwischen zwei Kindern Halt und eine bessere Zukunft geben. Als sie ihren Job als Putzfrau verliert, hilft sie in der „Ritze“ aus. Im Keller der Kiez-Kneipe wird geboxt. Schnell erkennt Tanne – abgehalfterter Inhaber des Schuppens und einst selbst Boxer – Alis Talent und holt sie zurück in den Ring. Doch für die junge Romni geht es um mehr als den Sieg: Ali kämpft mit dem Jugendamt, das ihr die Kinder weggenommen hat, mit den Erinnerungen an ihren Vater und ihre Heimat und um neues Selbstvertrauen und soziale Anerkennung. Unweigerlich wird der Boxkampf zum Kampf um ihr Leben und das ihrer Kinder. (zitiert nach visionkino.de)

Der vielfach preisgekrönte Spielfilm von Hüseyin Tabak mit Alina Serban und Tobias Moretti in den Hauptrollen ist gleichzeitig Boxfilm, Sozialdrama und Psychogramm.

"Dokumentarisch wirkende Szenen geben Einblick in das raue Arbeitsumfeld oder die Mutter-Tochter-Beziehung; die Freundschaften zu Tanne und Mitbewohnerin Maria zeigen Bruchstellen ganz verschiedener Existenzen auf. Gemalte Szenenbilder und Erinnerungsmomente mit Alis Vater werden zum Ausdruck von Heimatverlust und Identitätssuche. Am Ende von GIPSY QUEEN kommt es zum klassischen Showdown im Ring: Eindrucksvoll choreographiert und mit einem Schlussbild, das gleichermaßen für Alis komplexen Kampf wie die vielschichtige, filmische Variation steht." (visionkino.de)

Zur Website des Films

Den "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" am 27. Januar nehmen wir in diesem Jahr zum Anlass für einen Themenschwerpunkt, der sich der Diskriminierung, aber auch der Geschichte und Kultur der sogenannten "Zigeuner", der Roma und Sinti widmet. Für den Genozid an ihrem Volk, dem bis zu einer halben Million Menschen zum Opfer fielen, wurde der Begriff "Porajmos" (deutsch „das Verschlingen“) geprägt.

Eintritt 8 €

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