Erinnerungskultur

Freitag, 24. April 2026 – Beginn 10 Uhr (Schulvorstellung)

„Heia Safari“ – Dokumentarfilmklassiker von Ralph Giordano

Heia Safari. Die Legende von der deutschen Kolonialidylle in Afrika (BRD 1966, 2 Teile von je 45 Min.) gilt als früheste kritische Auseinandersetzung des bundesdeutschen Fernsehens mit der deutschen Kolonialpolitik in Afrika.

Gestützt auf Recherchen in Tansania und Kamerun sowie offizielle deutsche Dokumente, griff Ralph Giordano die Klischeevorstellung eines gerechten und erfolgreichen deutschen Kolonialismus in Afrika an. Er wendete sich vor allem gegen die nach dem Ersten Weltkrieg aufgebrachte Legende, der deutsche Kolonialismus sei „besser“ gewesen, als der anderer Kolonialmächte. Am 5. und 6. Oktober 1966 in einer Doppelsendung im Ersten Programm ausgestrahlt, rief der Film einen unerwartet heftigen Proteststurm hervor.

Ralph Giordano (1923 – 2014), bedeutender deutsch-jüdischer Journalist und Autor ("Die Bertinis", "Die zweite Schuld oder Von der Last, Deutscher zu sein"), produzierte von den 60ern bis in die 80er über 100 Film-Dokumentationen, in denen er sich u. a. mit der Kolonialgeschichte oder mit dem Völkermord an den Armeniern auseinandersetzte. Seinen Dokumentation "Heia Safari" gilt als Meilenstein der deutschen Fernsehgeschichte.

Die Veranstaltung ist eine Schulvorstellung und Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung "Die Ferne so nah. Wie Lippstadt die Weite Welt kennenlernte" des Stadtmuseums Lippstadt. In Kooperation mit der Gesamtschule Lippstadt.

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