
Die Deutsche Kinemathek schreibt über den Film: "In einer Kohlegrube nahe der deutsch-französischen Grenze kommt es zu einem Unglück, bei dem französische Bergarbeiter verschüttet werden. Unter Lebensgefahr helfen französische und deutsche Arbeiter gemeinsam bei der Bergung der Kumpels, ungeachtet der Ressentiments und feindlichen Stimmung, die nach dem Ersten Weltkrieg auf beiden Seiten der Grenze fortbestehen. Der Film beeindruckt durch die klaustrophobischen Aufnahmen aus dem Stollen und die realitätsnahe Darstellung des Bergarbeitermilieus. Darüber hinaus ist er ein Plädoyer für Völkerverständigung vor dem Hintergrund des aufkommenden Nationalsozialismus."
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit den Organisatoren der jährlichen Gedenkfeier für die in der Karwoche 1945 ermordeten französischen und deutschen Arbeiter der Union-Werke Lippstadt. Mehr als 300 Widerstandskämpfer, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter wurden in diesem Kriegs-Endphasenverbrechen durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) im Rombergpark und im benachbarten Bittermark-Wald in Dortmund grausam ermordet. Unter ihnen befanden sich sechs Arbeiter und sieben Zwangsarbeiter des damaligen Union-Werks in Lippstadt. Jährlich am Karsamstag wird ihrer am Gedenkstein vor der Josefskirche im Lippstädter Süden gedacht. Auch am heutigen Tag findet die Gedenkveranstaltung um 11 Uhr dort statt. Ergänzend zeigen wir "Kameradschaft" – ein Aufruf zu Toleranz und Völkerverständigung in Zeiten wieder erstarkenden Nationalismus.