Vom 29. November bis zum 26. April zeigt das Stadtmuseum Lippstadt die Ausstellung "Die Ferne so nah. Wie Lippstadt die Weite Welt kennenlernte", die in dieser Form wohl zum ersten Mal lokale Verbindungen aus Lippstadt und der Region zum deutschen Kolonialismus dokumentiert. Die Ausstellung findet statt in der Städt. Galerie im Rathaus und wurde verlängert bis zum 14. Juni 2026.
Zu dieser Ausstellung wird es im Kulturraum Synagoge und im Rathaussaal ein Rahmenprogramm mit Lesungen, Gesprächen und Filmen geben. Dabei werden die regionalen Recherchen mit den übergeordneten Themen verknüpft. Eingeladen sind unter anderem der Historiker Jürgen Zimmerer, seit 2014 Leiter der Forschungsstelle Hamburgs (post-)koloniales Erbe, die deutsch-iranische Autorin und Journalistin Gilda Sahebi, die in ihrem Buch Wie wir uns Rassismus beibringen (2024) "die Spezifika des deutschen Rassismus analysiert" (Perlentaucher), und der Journalist und Autor Ronny Blaschke, der für sein Buch Spielfeld der Herrenmenschen: Kolonialismus und Rassismus im Fußball den Preis "Fußballbuch des Jahres 2024" erhielt. Kuratiert wird die Reihe von Dirk Raulf.
Einmal monatlich zeigen wir einen Film zum Thema, z. T. sind dabei die Filmemacher:innen anwesend. Diese Reihe findet sonntags um 17 Uhr statt und beginnt am 7. Dezember mit dem 2025 für einen Oscar nominierten Dokumentarfilm "Soundtrack to a Coup d'Etat".