
Heide Weidele
vis-à-vis
2010
Heide Weideles Arbeit "vis-à-vis" entstand 2010 anlässlich ihrer Ausstellung im Lippstädter Kunstverein. 2010 war das heutige Nachbarhaus noch nicht errichtet, so dass die Westwand der Synagoge von der Straße aus zu sehen war – vis-à-vis der Stiftsruine. Durch die Wandgestaltung wollte die Künstlerin auf die ehemalige Synagoge verweisen und gleichzeitig auch formal auf die Nähe zur benachbarten Stiftsruine verweisen.
"Zu meiner Überraschung entdeckte ich in der von mir geklebten 'Mandelblüte' eine enge formale Beziehung zum gotischen Maßwerk im Fenster der Stiftsruine." (Heide Weidele)
Dabei wurden der siebenarmige Leuchter und die Mandelblüte nicht auf die Wand aufgetragen, sondern durch Beklebung aus der weiß bemalten Fläche ausgespart: Die Wand selbst lässt die Motive aufscheinen.