
Thorsten Goldberg
Milch & Honig
2025
Neonschrift, ca. 600 x 30 cm
Von Thorsten Goldberg kennt man in Lippstadt bereits "Cumulus", die leuchtende Wolke am Stadttheater. Der Berliner Künstler hat dem Kulturraum Synagoge 2025 seine rote Neonschrift „Milch & Honig“ 2025 gestiftet. Sie leuchtet an der Ostfassade der ehemaligen Synagoge – dort, wo sich im Inneren bis zur Zerstörung der Thora-Schrein befand. Die Neonschrift zitiert nicht allein das Versprechen Gottes im Alten Testament, den Israeliten ein Land zu geben, in dem Milch und Honig fließen. Auch im Christentum und im Islam gelten „Milch & Honig“ als Metapher für Glück, Wohlstand und Fülle, als Verheißung einer besseren Zukunft, pairi daēza (altiranisch), einen Paradies-Garten ohne Schmerz und Trauer. Eine Utopie, der durch die spiegelverkehrten Buchstaben eine Irritation, eine Störung, ein Zweifel innewohnt.
Die Installation von „Milch & Honig“ wurde durch eine großzügige Spende von Peter Epping ermöglicht.